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Eins vorne weg: Die meisten Geschichten sind im Original englisch. Ich hab sie vor Jahren mal übersetzt, da die meisten Leute ja doch lieber auf deutsch lesen; trotzdem finde ich, daß sie auf englisch immer noch am Besten sind.

Wenn Euch also eine Geschichte gut gefällt und Ihr sie gerne auf Englisch lesen würdet, schreibt mir einfach eine Nachricht ins Gästebuch und ich schicke sie Euch per Mail

Die meisten der Geschichten habe ich vor einigen Jahren von einem Mann aus Singapur bekommen, mit dem ich lange Zeit einen sehr netten Emailkontakt pflegte.

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Ein Sandregenpfeifer, um Dir Freude zu bringen

Sie war sechs Jahre alt, als ich sie zum ersten Mal am Strand traf, nahe bei mir zu Hause. Ich fuhr zu diesem Strand, eine Strecke von drei oder vier Meilen, wann immer die Welt drohte, über mich hereinzubrechen. Sie baute eine Sandburg oder soetwas und sah auf, ihre Augen so blau wie die See.

„Hallo“, sagte sie. Ich antwortete mit einem Nicken, nicht richtig in der Stimmung, um mich um ein kleines Kind zu kümmern.
„Ich baue“, sagte sie.
„Ich sehe es. Was baust Du?“, fragte ich, doch eigentlich interessierte es mich nicht wirklich.
„Oh, ich weiß es nicht so genau, ich mag einfach nur das Gefühl des Sandes.“
Das klingt gut, dachte ich, und streifte meine Schuhe ab. Ein Sandregenpfeifer glitt herbei.
„Das ist eine Freude“, sagte das Kind.
„Es ist was?“, fragte ich.
„Es ist eine Freude, meine Mama sagt, daß Sandregenpfeifer kommen, um uns Freude zu bringen.“ Der Vogel glitt weiter am Strand entlang.
„Auf Wiedersehen, Freude“, murmelte ich zu mir selbst, „hallo Schmerz“, und ich drehte mich um, um weiterzugehen. Ich war deprimiert, mein Leben schien vollkommen aus dem Gleichgewicht gekommen zu sein.
„Wie heißt Du?“ Sie würde nicht aufgeben.
„Robert“, antwortete ich. „Mein Name ist Robert Peterson.“
„Ich heiße Wendy... Ich bin sechs.“
„Hi Wendy.“
Sie kicherte. „ Du bist lustig“, sagte sie. Trotz meiner Trübsinnigkeit lachte auch ich und ging weiter. Ihr musikalisches Kichern folgte mir.
„Komm bald wieder, Mr. P!“, rief sie, „Wir werden einen weiteren glücklichen Tag haben.“
Die Tage und Wochen die folgten, waren wie alle anderen, eine Gruppe aufsässiger Boy Scouts, PTA-Treffen und eine kränkliche Mutter.
Die Sonne schien an einem Morgen, als ich die Hände aus dem Spülwasser nahm.
„Ich brauche einen Sandregenpfeifer “, sagte ich zu mir selbst, während ich meine Jacke griff.
Der Trost der Seeküste erwartete mich. Die leichte Brise war kühl, doch ich schritt daran entlang, während ich versuchte, die Ruhe wiederzuerlangen, die ich brauchte.
Ich hatte das Kind vergessen und war überrascht, als sie erschien.
„Hallo Mr P.“, sagte sie. „Möchtest Du spielen?“
„Woran hast Du denn gedacht?“, fragte ich, mit einem Anflug von Ärger über die Störung.
„Ich weiß nicht, schlag Du was vor.“
„Wie wär’s mit Scharade?“, fragte ich sarkastisch.
Ihr helles Lachen brach den Kampf erneut. „Ich weiß nicht, was das ist.“
„Dann laß` uns einfach spazierengehen“, sagte ich. Als ich sie ansah, bemerkte ich die angenehme Fairneß in ihrem Gesicht. „Wo wohnst Du?“, fragte ich.
„Da drüben.“ Sie zeigte auf eine Reihe von Sommerhäusern. Merkwürdig, dachte ich, im Winter...
„Wo gehst Du zur Schule?“
„Ich gehe nicht zur Schule. Mami sagt, wir haben Urlaub.“
Sie führte ein Klein-Mädchen-Gespäch, während wir am Strand entlangschlenderten, aber ich war mit meinen Gedanken woanders. Als ich nach Hause ging, sagte Wendy, es wäre ein glücklicher Tag gewesen. Überraschenderweise fühlte ich mich besser; ich lächelte sie an und stimmte ihr zu. Drei Wochen später raste ich zum Strand mit einem Zustand nahe der Panik.
Ich war nicht in der Stimmung, Wendy auch nur zu grüßen. Ich dachte, ich sähe ihre Mutter auf der Veranda und dachte, die solle ihr Kind zu Hause behalten.
„Sieh mal, wenn es Dir nichts ausmacht“, sagte ich unfreundlich, als Wendy aufholte, „würde ich heute lieber alleine sein.“
Sie sah ungewöhnlich blaß aus und schien außer Atem zu sein.
„Warum?“, fragte sie. Ich drehte mich zu ihr um und schrie: „Weil meine Mutter gestorben ist!“ und dachte: „Mein Gott, warum erzähle ich das einem kleinen Kind?“
„Oh“ ,sagte sie leise, „dann ist es ein schlechter Tag.“ – „Ja“, sagte ich, „und gestern, und der Tag davor, und oh, geh weg!“
„Tat es weh?“, wollte sie wissen.
„Was tat weh? Ich war wütend auf sie, auf mich.
„Als sie starb?“ fragte sie.
„Natürlich tut es weh!“, schnappte ich, verstand mich selber nicht und stoppte. Ich ging weg.

Einen Monat oder so danach, als ich das nächste mal wieder zum Strand fuhr, war sie nicht da. Da ich mich schuldig und beschämt fühlte und mir eingestand, daß ich sie vermißte, ging ich nach meinem Spaziergang zu den Häusern und klopfte an die Tür. Eine abgespannt aussehende junge Frau mit honig-farbendem Haar öffnete die Tür.
„Hallo“, sagte ich. „Ich bin Robert Peterson. Ich hab Ihr kleines Mädchen heute vermißt und fragte mich, wo sie ist.“
„Oh, ja, Mr. Peterson, bitte kommen sie herein. Wendy hat so viel von Ihnen erzählt. Ich hatte Angst, sie würde Sie belästigen. Falls sie eine Plage für Sie war, bitte nehmen Sie meine Entschuldigung an.“
„Eigentlich nicht, sie ist ein reizendes Kind.“, sagte ich und bemerkte plötzlich, daß ich auch meinte, was ich gerade gesagt hatte.
„Wendy starb letzte Woche, Mr. Peterson. Sie hatte Leukämie. Vielleicht hat sie es Ihnen nicht erzählt.“
Es traf mich wie ein stummer Schlag, ich tastete nach einem Stuhl. Ich mußte meinen Atem beruhigen.
„Sie liebte diesen Strand, so daß wir nicht nein sagten, als sie fragte, ob wir hierher kommen könnten. Es schien ihr hier so viel besser zu gehen und sie hatte viele, wie sie sie nannte, „glückliche Tage“. Aber in den letzten paar Wochen wurde sie schnell immer schwächer...“. Ihre Stimme schwankte. „Sie hinterließ etwas für Sie... wenn ich es nur finden kann. Können Sie einen Moment warten, während ich nachsehe?“ Ich nicke blöd, während ich in meinem Kopf nach etwas suchte, das ich dieser lieben Frau hätte sagen können.

Sie gab mir einen beschmierten Briefumschlag, auf dem in unbeholfenen, kindlichen Buchstaben „Mr. P“ geschrieben stand. Er enthielt eine Zeichnung in hellen Buntstiftfarben – ein gelber Strand, eine blaue See und ein brauner Vogel. Darunter war sorgsam geschrieben:

EIN SANDREGENPFEIFER, UM DIR FREUDE ZU BRINGEN
(A Sandpiper to bring you joy)

Tränen quollen aus meinen Augen und ein Herz, das fast verlernt hatte, zu lieben, öffnete sich weit. Ich nahm Wendys Mutter in meine Arme. „Es tut mir so leid, es tut mir so leid, es tut mir so leid!“ murmelte ich immer und immer wieder und wir weinten zusammen.

Das kostbare kleine Bild ist jetzt gerahmt und hängt in meinem Büro. Sechs Worte – eins für jedes Jahr ihres Lebens – das spricht für mich für Harmonie, Courage und anspruchslose Liebe. Ein Geschenk von einem Kind mit see-blauen Augen und Haaren in der Farbe des Sandes – das mich das Geschenk der Liebe gelehrt hat.

Achtung:
Dies ist eine wahre Geschichte, die von Robert Peterson weitergeschickt wurde. Sie dient als Erinnerung für uns alle, daß wir uns Zeit nehmen müsse, um das Leben zu genießen, zu leben, und andere zu beachten. „Der Preis, andere Menschen zu hassen, ist, sich selbst weniger zu lieben.“ Das Leben ist so kompliziert; das Gehetze und Gedränge der Tage können uns vergessen lassen, was wirklich wichtig ist und was nur eine momentane Niederlage oder Krise ist.

Heute, morgen, paß auf, daß Du denen, die Du liebst, einen Extra-Kuß gibst; und zwischen allem Wichtigen, nimm Dir einen Moment Zeit... Auch, wenn es nur zehn Sekunden sind, um anzuhalten und den Duft der Rosen zu genießen.


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Was ist der wichtigste Teil Deines Körpers?

Meine Mutter fragte mich oft, was der wichtigste Teil meines Körpers sei. Während der Jahre sollte ich sagen, was ich dachte, was die richtige Antwort sei.
Als ich jünger war, dachte ich, daß der Ton für uns Menschen sehr wichtig ist, deshalb sagte ich: „ Meine Ohren, Mum.“ Sie sagte: „Nein, viele Menschen sind taub. Aber denke weiter darüber nach, ich werde Dich bald wieder fragen.“

Einige Jahre vergingen, bevor sie mich wieder fragte. Nach meinem ersten Versuch hatte ich die richtige Antwort überdacht. So sagte ich ihr diesmal: „Mum, Sehen ist für alle sehr wichtig, also müssen es die Augen sein.“ Sie sah mich an und sagte: „Du lernst schnell, aber die Antwort ist nicht richtig, da es viele Menschen gibt, die blind sind.“

Wieder einmal verlegen suchte ich weiter nach dem Wissen und über die Jahre fragte mich meine Mutter einige Male und immer war ihre Antwort: „Nein, aber Du wirst jedes Jahr klüger, mein kleines Kind.“

Dann, letztes Jahr, starb mein Großvater. Jeder war betroffen. Jeder weinte. Sogar mein Vater weinte. Ich erinnere mich ausgerechnet noch daran, weil es erst das zweite Mal war, daß ich ihn weinen sah. Meine Mutter sah mich an als wir an der Reihe waren, uns von Großvater das letzte Mal zu verabschieden. Sie fragte mich: „Weißt Du nun, was das wichtigste Körperteil ist, mein Sohn?“

Ich war erschrocken, als sie mich das jetzt fragte. Ich dachte immer, es wäre nur ein Spiel zwischen ihr und mir gewesen. Sie sah die Verwirrung in meinem Gesicht und sagte mir: „Diese Frage ist sehr wichtig. Sie zeigt, daß Du wirklich gelebt hast in Deinem Leben. Bei jedem Teil, das Du mir in der Vergangenheit genannt hast, habe ich Dir geantwortet, es sei falsch und gab Dir ein Beispiel, warum. Aber heute ist der Tag, an dem Du dieses wichtige lernen mußt.“

Sie sah auf mich herab wie es nur eine Mutter kann. Ich sah, wie sich ihre Augen mit Tränen füllten. Sie sagte: „Sohn, der wichtigste Teil Deines Körpers ist Deine Schulter.“ Ich fragt: „Weil sie meinen Kopf trägt?“ Sie antwortete: „Nein, weil sie den Kopf eines Freundes oder lieben Menschen tragen kann, wenn sie weinen. Jeder braucht manchmal in seinem Leben eine Schulter zum Ausweinen, mein Sohn. Ich hoffe, Du hast genug Liebe und Freunde, daß Du immer eine Schulter zum Ausweinen und Festhalten hast, wenn Du sie brauchst.“

Da wußte ich, daß der wichtigste Teil meines Körpers nicht selbstsüchtig ist – er ist mitfühlend bei dem Schmerz anderer.

Menschen werden vergessen, was Du gesagt hast.
Menschen werden vergessen, was Du getan hast.
Aber Menschen werden niemals vergessen, wie Du sie hast sich fühlen lassen.


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Eine Geschichte zum Nachdenken

Der Mann kam spät nach Hause, müde und verwundert, seinen 5 Jahre alten Sohn vorzutreffen, der an der Tür auf ihn wartete.
„Daddy, darf ich Dich etwas fragen?“
„Ja natürlich, was denn?“, antwortete der Mann.
„Daddy, wie viel Geld verdienst Du in einer Stunde?“
„Das geht Dich nichts an! Warum fragst Du so etwas?“, fragte der Mann ärgerlich.
„Ich möchte es einfach nur wissen. Bitte, sag es mir, wieviel verdienst Du in einer Stunde?“, bat der kleine Junge.
„Wenn Du es unbedingt wissen mußt, ich verdiene $ 20,00 pro Stunde.“
„Oh“, sagte der kleine Junge und senkte seinen Kopf. Dann sah er wieder hoch und fragte: „Daddy, darf ich mir $ 10,00 leihen?“
Der Vater war wütend. „Wenn Du nur wissen wolltest, wieviel Geld ich verdiene um Dir etwas auszuleihen, um Dir so ein blödes Spielzeug oder so einen Unsinn zu kaufen, dann geh in Dein Zimmer und geh ins Bett! Denk darüber nach, warum Du so selbstsüchtig bist! Ich arbeite lange, anstrengende Stunden jeden Tag und habe keine Zeit für solch kindische Spiele!“
Der kleine Junge ging leise in sein Zimmer und schloß die Tür.

Der Mann setzte sich und wurde immer wütender über die Frage des kleinen Jungen.
Wie kann er es wagen, solche Fragen zu stellen, nur um an Geld zu kommen?!
Nach einer Stunde oder so hatte sich der Mann beruhigt und begann zu finden, daß er etwas zu hart zu seinem Sohn war.
Vielleicht gab es etwas, das er wirklich brauchte, was er sich von den $ 10,00 kaufen wollte und er bat wirklich nicht oft um Geld.
Der Mann ging zur Zimmertür des kleinen Jungen und öffnete sie.
„Schläfst Du schon?“, fragte er.
„Nein, Daddy, ich bin noch wach.“, antwortete der Junge.
„Ich finde, ich war vielleicht zu hart zu Dir vorhin.“, sagte der Mann. „Es war ein langer Tag und ich habe meinen Ärger an Dir ausgelassen. Hier hast Du die § 10,00, die Du haben wolltest.“
Der kleine Junge setzte sich sofort auf und strahlte.
„Oh, danke, Daddy“, rief er.
Dann holte er unter seinem Kopfkissen ein paar verknitterte Scheine hervor.
Der Mann wurde wieder ärgerlich, da der Junge ja schon Geld hatte.
Der kleine Junge zählte langsam sein Geld und sah dann hoch zu dem Mann.
„Warum wolltest Du Geld haben, wenn Du doch schon welches hattest?“, grummelte der Vater.
„Weil ich nicht genug hatte, aber jetzt habe ich genug.“, antwortete der kleine Junge.
„Daddy, ich habe jetzt $ 20,00. Kann ich eine Stunde von Deiner Zeit kaufen?“


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Wenn Du alterst

Es war einmal eine schwache, alte Frau, deren Mann starb und sie ganz alleine ließ. Deshalb lebte sie von da an bei ihrem Sohn, seiner Frau und deren kleiner Tochter. Jeden Tag konnte die Frau schlechter sehen und hören und manchmal zitterten ihre Hände beim Essen so stark, daß die Erbsen von ihrem Löffel rollten oder die Suppe über ihren Tellerrand lief. Der Sohn und seine Frau konnten ihr nicht helfen, aber sie wurden immer ärgerlicher, wie sie ihr Essen über den Tisch verschüttete.

Und eines Tages, als sie ein Glas Milch umgestoßen hatte, sagten sie sich, daß genug genug ist. Sie bauten für sie einen kleinen Tisch neben der Besenkammer und ließen die alte Frau ihr Essen dort essen.
Sie saß dort ganz alleine und sah mit ihren Tränen erfüllten Augen zu den anderen auf der anderen Seite des Raumes.

Manchmal sprachen sie mit ihr während sie aßen, aber meistens nur, um sie auszuschimpfen, weil sie eine Gabel oder eine Schale hatte fallen lassen. An einem Abend, kurz vor dem Abendessen, spielte das kleine Mädchen auf dem Boden mit ihren Bauklötzen und ihr Vater fragte sie, was sie denn mache. „Ich baue einen kleinen Tisch für Dich und Mum“, lächelte sie, „damit Ihr alleine in einer Ecke essen könnt, später, wenn ich groß bin.“

Ihre Eltern starrten sie eine Weile an und irgendwann fingen beide an zu weinen. An diesem Abend ließen sie die alte Frau zurück zu ihrem Platz an dem großen Tisch. Von da an aß sie mit dem Rest der Familie und ihr Sohn und dessen Frau regten sich nie wieder auf, wenn sie hin und wieder etwas verschüttete.


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Das Signal

Der junge Mann saß alleine im Bus und starrte die meiste Zeit aus dem Fenster. Er war Mitte 20 und gutaussehend mit einem freundlichen Gesicht. Sein dunkelblaues T-Shirt paßte gut zu der Farbe seiner Augen. Sein Haar war kurz und ordentlich. Gelegentlich sah er weg vom Fenster und die Sorge in seinem jungen Gesicht berührte das Herz der großmütterlichen Frau, die auf der anderen Seite des Ganges saß.

Der Bus erreichte gerade die Ausläufer einer kleinen Stadt, als der junge Mann ihr so leid tat, daß sie den Gang überquerte und fragte, ob sie sich neben ihn setzen dürfe. Nach einigen Augenblicken Small talk über das warme Frühlingswetter, sprudelte es aus ihm heraus: „Ich war für zwei Jahre im Gefängnis. Ich bin erst heute morgen entlassen worden und jetzt gehe ich nach Hause.“ Seine Worte stockten, als er ihr erzählte, daß er in einer armen, aber stolzen Familie aufgewachsen ist und wie seine Kriminalität seiner Familie Schande und gebrochene Herzen brachte .In den ganzen zwei Jahren hatte er nichts von ihnen gehört. Er wußte, daß sie zu arm waren, um die Strecke zu dem Ort zu fahren, wo er im Gefängnis war und vielleicht fühlten sich seine Eltern zu ungebildet, um ihm zu schreiben. Er hörte auf, ihnen zu schreiben, als keine Antworten kamen.

Drei Wochen vor seiner Entlassung schrieb er ein weiteres Mal verzweifelt an seine Familie. Er sagte ihnen, wie leid es ihm tat, sie enttäuscht zu haben und bat darum, daß sie ihm vergaben. Er erzählte weiter über seine Entlassung und das er den Bus nehmen wollte, der zu seiner Heimatstadt fuhr, den, der direkt an dem Vorhof des Hauses vorbeifuhr, wo er aufgewachsen war und seine Eltern immer noch lebten. In seinem Brief sagte er, er würde es verstehen, wenn sie ihm nicht verzeihen würden.
Er wollte es leicht für sie machen und so bat er nach einem Signal, das er vom Bus aus sehen könnte. Wenn sie ihm vergaben und wollten, daß er nach Hause kam, dann konnten sie ein weißes Tuch in den alten Apfelbaum hängen, der im Vorhof stand. Wenn das Signal nicht da wäre, so würde er im Bus bleiben, aus der Stadt fahren und für immer aus ihrem Leben sein.

Als der Bus sich der Straße näherte, wurde der junge Mann ängstlicher und ängstlicher, bis zu dem Punkt, daß er nicht mehr aus dem Fenster sehen wollte, weil er sicher war, daß da kein Tuch sein würde.

Als sie seine Geschichte gehört hatte, fragte die Frau nur: „Würde es helfen, wenn wir die Plätze tauschen und ich beim Fenster sitzen und für Dich hinaussehen würde?“ Der Bus fuhr um ein paar Häuserblocks und sie sah den Baum. Sie berührte sanft die Schulter des jungen Mannes und sagte, während sie Tränen unterdrückte: „Sieh! Oh sieh nur! Der ganze Baum ist mit weißen Tüchern bedeckt!“

ÄHNLICHKEIT
Wir sind Monstern am ähnlichsten, wenn wir töten.
Wir sind Menschen am ähnlichsten, wenn wir richten.
Wir sind Gott am ähnlichsten, wenn wir vergeben.



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